Lutherische Bischöfe distanzieren sich von “Bibel in gerechter Sprache”

Lübeck (LN Online) - In der Auseinandersetzung um die “Bibel in gerechter Sprache” haben sich die lutherischen Bischöfe auf der Konferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) heute in Dresden von der neuen Bibelübersetzung distanziert. Das berichtet der Evangelische Pressedienst (epd). Die Bischöfe halten demnach die “Bibel in gerechter Sprache” für den Gebrauch im Gottesdienst für ungeeignet. Maßgeblich für den Verwendung im Gottesdienst sei die Luther-Übersetzung.
Zu den Förderern des Projekts gehört die Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter. Hingegen wertete ihr Amtsvorgänger, Altbischof Ulrich Wilckens, in einem theologischen Gutachten die Übersetzung als „bekenntniswidrig“. Auch Nordelbiens leitender Bischof Hans Christian Knuth hält die Bibelübersetzung im Gottesdienst für „untauglich“.Der VELKD-Bischofskonferenz gehören die Bischöfe der Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thüringen an. Sie betonen in ihrem Beschluß, daß die Bibel in gerechter Sprache von keinem kirchlichen Gremium autorisiert sei.

© Kieler Nachrichten, 06.03.07

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